Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurde Deutschland unter den vier Siegermächten — den USA, der Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich — in Besatzungszonen aufgeteilt. Diese Lektion behandelt die Entwicklungen, die aus dieser Aufteilung schrittweise zur staatlichen Teilung Deutschlands führten.
Die "Bizone" — der Zusammenschluss der amerikanischen und britischen Besatzungszone 1947 — war ein wichtiger Schritt zur wirtschaftlichen Konsolidierung der Westzonen. Die Einführung der D-Mark in den Westzonen 1948 war der unmittelbare Anlass für die Berlin-Blockade: Die Sowjetunion sperrte daraufhin die Land- und Wasserwege nach West-Berlin, woraufhin die Westalliierten mit der berühmten Luftbrücke reagierten und die Stadt fast ein Jahr lang aus der Luft versorgten, statt militärisch zu eskalieren.
Der Parlamentarische Rat erarbeitete 1948/49 das Grundgesetz als Verfassung für die neue Bundesrepublik, mit Bonn als provisorischer Hauptstadt — ein Ausdruck des zunächst als vorübergehend gedachten Charakters der westdeutschen Staatsgründung. Konrad Adenauer wurde 1949 zum ersten Bundeskanzler gewählt. Die Lektion arbeitet den zentralen Unterschied zwischen den beiden deutschen Staatsgründungen heraus: Während die Bundesrepublik durch einen parlamentarischen Prozess mit demokratischer Legitimation entstand, ging die DDR aus der sowjetischen Verwaltung hervor und war von Beginn an durch die Machtstellung der SED und eine zentralistische Staatsstruktur geprägt.
Thüringen und Sachsen gehörten zur sowjetischen Besatzungszone, während Bayern und Hessen Teil der amerikanischen Zone waren — die Lektion vermittelt so auch ein konkretes räumliches Verständnis der Nachkriegsordnung.
Als Reaktion auf die Einführung der D-Mark in den Westzonen verhängte die Sowjetunion 1948 die Berlin-Blockade — die Westalliierten reagierten mit der Luftbrücke, um West-Berlin fast ein Jahr lang aus der Luft zu versorgen.
Welche vier Mächte teilten Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in Besatzungszonen auf?
USA, Sowjetunion, Großbritannien, Frankreich
Die Besatzungszonen wurden 1944 im Londoner Protokoll festgelegt und auf der Konferenz von Jalta (Februar 1945) um eine französische Zone ergänzt; verwaltet wurden sie von den USA, der Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich.
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