Schulabschlüsse
Die beiden großen Abschlüsse der allgemeinbildenden Schule: der Mittlere Schulabschluss am Ende der Sekundarstufe I und das Abitur. Bildung ist Ländersache — Prüfungsfächer, Termine und Bestehensgrenzen regelt jedes Bundesland selbst. Die Aufgaben hier orientieren sich deshalb an den bundesweiten Bildungsstandards der KMK; verbindlich bleibt die Prüfungsordnung Ihres Landes.
Welcher Bereich für welche Klasse
- Mittlerer Schulabschluss (MSA) — am Ende der Klasse 10, je nach Land auch Mittlere Reife, Realschulabschluss oder Sekundarabschluss I genannt. Sieben Fächer: Deutsch, Mathematik und Englisch, die fast überall schriftlich geprüft werden, dazu Biologie, Chemie, Physik und Geschichte.
- Abitur — die Allgemeine Hochschulreife am Ende der gymnasialen Oberstufe. Acht Fächer aus allen drei Aufgabenfeldern: Deutsch und Englisch, Geschichte und Politik/Sozialkunde, Mathematik, Biologie, Chemie und Physik.
Die beiden Abschlüsse hängen zusammen. Ob und mit welchem Notendurchschnitt der Mittlere Schulabschluss zum Besuch der Oberstufe berechtigt, regelt jedes Land selbst — wer das Abitur anstrebt, sollte das früh klären. Und der Stoff der Sekundarstufe I ist das Fundament, auf dem die Oberstufe aufbaut: Lücken in Biologie, Chemie oder Physik aus Klasse 10 zeigen sich im Abitur wieder.
Die Note entsteht nicht nur am Prüfungstag
Beide Abschlüsse haben dieselbe Eigenheit, die oft unterschätzt wird:
- Beim MSA zählen die Jahresleistungen aus Klasse 10 mit. Er ist ausdrücklich keine reine Abschlussprüfung — ein gutes Zeugnis kann eine schwächere Prüfung abfedern, und umgekehrt.
- Beim Abitur besteht die Gesamtqualifikation aus zwei Blöcken: den Halbjahresergebnissen der Qualifikationsphase und der eigentlichen Prüfung. Der größere der beiden Blöcke steht fest, bevor die erste Prüfung beginnt.
Regelmäßiges Üben über das ganze Schuljahr lohnt sich deshalb doppelt: für die Klausuren, die ohnehin zählen, und für die Prüfung am Ende.
Drei Arten zu üben
- Quizfragen und Lernkarten für das, was man wissen muss: Begriffe, Formeln, Jahreszahlen, Definitionen. Kurz und wiederholbar — man behält, was man aus dem Gedächtnis abruft, nicht was man noch einmal durchliest. Die Erklärung lohnt sich auch bei einer richtigen Antwort, weil sie sagt, warum die anderen falsch sind.
- Aufgaben zum Handschriftlich-Lösen für das, was man schreiben oder rechnen muss. Die Prüfungen schreiben Sie von Hand und unter Zeitdruck: Aufgabe ausdrucken, auf Papier lösen, fotografieren und Aufgabe für Aufgabe zurückgemeldet bekommen. Ein fehlender Rechenweg oder eine unbegründete Antwort fällt nur so auf.
- Mündliche Übungsgespräche — in manchen Fächern — für das, was man sagen muss: die mündliche Prüfung und die Präsentationsprüfung verlangen, eine Antwort ohne Notizen zu formulieren und auf Nachfragen zu bestehen. Das lässt sich nur laut trainieren.
Was in Ihrem Land gilt
Welche Fächer schriftlich geprüft werden, ob eine Präsentationsprüfung oder besondere Lernleistung dazugehört, welche Fächerkombination im Abitur zulässig ist und wie die Noten gewichtet werden — all das steht in der Prüfungsordnung Ihres Bundeslandes. Einen Blick hineinzuwerfen, bevor Sie Ihre Zeit verteilen, erspart Wochen am falschen Stoff. Die Aufgaben hier orientieren sich an den bundesweiten Bildungsstandards; die konkrete Aufgabenform, die Prüfungsdauer und die Notenschlüssel Ihres Landes können davon abweichen.
Hinweis
Zestly ist ein unabhängiges Lernangebot — weder mit der Kultusministerkonferenz, dem IQB noch einem Bildungsministerium verbunden und keine Prüfstelle. Die Seiten sind eine Lernhilfe; verbindlich sind die Regelungen Ihres Bundeslandes und die Informationen Ihrer Schule.