Spezifische und unspezifische Immunabwehr

Das Immunsystem schützt den Körper vor Krankheitserregern durch das Zusammenspiel angeborener und erworbener Abwehrmechanismen — ein zentrales und prüfungsintensives Thema der Humanbiologie im Abitur. Diese Lektion behandelt zunächst die unspezifische (angeborene) Immunabwehr: Makrophagen und neutrophile Granulozyten als klassische Phagozyten, die Erreger unmittelbar unschädlich machen, sowie das Komplementsystem mit seinen beiden Hauptfunktionen — Opsonierung (Markierung von Pathogenen zur besseren Phagozytose) und Bildung des Membranangriffskomplexes zur direkten Zerstörung von Erregern.

Im Zentrum steht anschließend die spezifische (erworbene) Immunabwehr mit ihren zwei Hauptzweigen: die humorale Immunantwort, bei der Plasmazellen (differenzierte B-Zellen) spezifische Antikörper produzieren, und die zelluläre Immunantwort, bei der zytotoxische T-Zellen infizierte Körperzellen erkennen und eliminieren. Die Lektion vertieft die zentrale Rolle der MHC-Moleküle: MHC-I-Moleküle präsentieren endogene Peptide auf nahezu allen Körperzellen und werden von zytotoxischen T-Zellen erkannt, während MHC-II-Moleküle nur auf professionellen antigenpräsentierenden Zellen vorkommen und der Aktivierung von T-Helferzellen dienen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der V-D-J-Rekombination als Mechanismus zur Erzeugung der enormen Rezeptorvielfalt bei Lymphozyten, der klonalen Selektion (spezifische Vermehrung des passenden Lymphozyten-Klons) sowie dem Unterschied zwischen primärer und sekundärer Immunantwort, der durch die Existenz langlebiger Gedächtniszellen erklärt wird.

Alle zehn Fragen sind eigenständig beantwortbar und verlangen ein fundiertes Verständnis zellulärer und molekularer Immunmechanismen. Diese Übung eignet sich hervorragend zur Vorbereitung auf Abiturfragen zur Immunbiologie, insbesondere in Verbindung mit Impfungen und Autoimmunerkrankungen.

  • Unspezifische und spezifische Immunabwehr voneinander abgrenzen können
  • Humorale und zelluläre Immunantwort mit ihren jeweiligen Zelltypen beschreiben können
  • MHC-I- und MHC-II-Moleküle hinsichtlich Vorkommen und Funktion unterscheiden können
  • Die V-D-J-Rekombination und die klonale Selektion als Grundlage der Immunspezifität erklären können
  • Den Unterschied zwischen primärer und sekundärer Immunantwort begründen können

Makrophagen und neutrophile Granulozyten sind die klassischen Phagozyten des angeborenen Immunsystems. Die sekundäre Immunantwort ist durch die Existenz von Gedächtniszellen schneller und stärker als die primäre Immunantwort.

Beispielfrage

Welche der folgenden Zellen sind primär für die unspezifische zelluläre Immunabwehr durch Phagozytose verantwortlich?

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Makrophagen, Neutrophile Granulozyten

Makrophagen und neutrophile Granulozyten sind spezialisierte Phagozyten der angeborenen Immunabwehr. T-Helferzellen und B-Gedächtniszellen gehören zum erworbenen Immunsystem.

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