Diese Lektion behandelt mechanische Schwingungen — von der idealen harmonischen Schwingung bis zur gedämpften und erzwungenen Schwingung. Grundlage ist die Bedingung für harmonische Bewegung: eine lineare, zur Auslenkung proportionale Rückstellkraft, die mathematisch zu einer sinusförmigen Bewegung führt. Am Federpendel wird die Abhängigkeit der Schwingungsdauer von Masse und Federkonstante untersucht — bei Vervierfachung der Masse verdoppelt sich die Schwingungsdauer, da $T \propto \sqrt{m}$ gilt, während eine Verdopplung der Federkonstante die Eigenfrequenz nur um den Faktor $\sqrt{2}$ erhöht.
Beim Fadenpendel wird herausgearbeitet, dass die Schwingungsdauer bei kleiner Amplitude ausschließlich von der Pendellänge und der Erdbeschleunigung abhängt — nicht von der Masse oder der Amplitude selbst. Als Anwendung wird untersucht, wie sich die Schwingungsdauer auf dem Mond mit seiner geringeren Erdbeschleunigung verändert: Da $T$ umgekehrt proportional zur Wurzel aus $g$ ist, verlängert sich die Schwingungsdauer entsprechend.
Die gedämpfte Schwingung wird über die Differentialgleichung $\ddot{x} + 2\delta\dot{x} + \omega_0^2 x = 0$ eingeführt, wobei $\delta$ die Dämpfungskonstante beschreibt und die Einhüllende der Amplitude exponentiell abnimmt. Bei der erzwungenen Schwingung wird das charakteristische Phasenverhalten behandelt: Bei niedrigen Anregungsfrequenzen folgt das System dem Erreger nahezu phasengleich, bei hohen Frequenzen mit einer Verzögerung von 180°, und genau bei der Resonanzfrequenz beträgt die Phasenverschiebung 90° — ein Punkt, der häufig fälschlich mit einer Phasengleichheit bei Resonanz verwechselt wird.
Die zehn Fragen kombinieren die quantitative Anwendung der Schwingungsformeln mit einem präzisen Verständnis von Resonanz und Dämpfung — Grundlagen, die im Anschluss auf mechanische Wellen erweitert werden.
Themenbereich: Mechanische Schwingungen — harmonische Schwingung, Feder- und Fadenpendel (Abhängigkeit von Masse, Federkonstante, Länge, g), gedämpfte Schwingung und Dämpfungskonstante, Resonanz und Phasenverschiebung bei erzwungener Schwingung. 10 Fragen, Rechen- und Konzeptaufgaben auf Abiturniveau.
Ein Federpendel mit der Federkonstante $D$ und der Masse $m$ schwingt harmonisch. Wie verändert sich die Schwingungsdauer $T$, wenn die Masse vervierfacht wird?
Sie verdoppelt sich.
Die Schwingungsdauer eines Federpendels ist gegeben durch $T = 2\pi \sqrt{\frac{m}{D}}$. Ersetzt man $m$ durch $4m$, ergibt sich $T' = 2\pi \sqrt{\frac{4m}{D}} = 2 \cdot 2\pi \sqrt{\frac{m}{D}} = 2T$.