Dieses Modul behandelt die Löslichkeit fester Stoffe in Wasser und die damit verbundenen Grundbegriffe gesättigte und ungesättigte Lösung — Themen, die sowohl im Chemieunterricht als auch im Alltag (etwa beim Kochen oder bei der Herstellung von Getränken) unmittelbar relevant sind. Eine Lösung gilt als gesättigt, wenn bei einer bestimmten Temperatur kein weiterer Feststoff mehr gelöst werden kann und überschüssiger Stoff als Bodenkörper zurückbleibt; ist noch weiterer Stoff lösbar, spricht man von einer ungesättigten Lösung. Ein zentraler Aspekt ist der Einfluss der Temperatur auf die Löslichkeit: Bei den meisten festen Stoffen steigt die Löslichkeit mit zunehmender Temperatur, da die Teilchenbewegung zunimmt und mehr Wechselwirkungen zwischen gelöstem Stoff und Lösungsmittel ermöglicht werden. Dieses Prinzip wird in der Praxis bei der Kristallisation genutzt: Kühlt man eine bei höherer Temperatur gesättigte Lösung ab, sinkt die Löslichkeit, und der überschüssige gelöste Stoff scheidet sich in Form von Kristallen wieder ab — ein Verfahren, das sowohl im Labor zur Stoffreinigung als auch industriell zur Gewinnung reiner Substanzen eingesetzt wird. Die Aufgaben verknüpfen dieses Modul mit der Einheit zu Stoffgemischen und Trennverfahren, in der Kristallisation und Eindampfen bereits als verwandte Trennmethoden eingeführt wurden, und schaffen damit ein zusammenhängendes Verständnis für das Verhalten von Lösungen in der anorganischen Chemie.
Was passiert mit der Löslichkeit eines typischen Salzes in Wasser, wenn man die Temperatur der Lösung erhöht? Bei den meisten festen Stoffen steigt die Löslichkeit mit zunehmender Temperatur.
Was versteht man unter einer gesättigten Lösung?
Eine Lösung, in der sich bei einer bestimmten Temperatur kein weiterer Stoff mehr lösen lässt.
Eine gesättigte Lösung erreicht bei einer festen Temperatur ihr maximales Löslichkeitsvermögen. Fügt man mehr Stoff hinzu, löst er sich nicht mehr auf.
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