Diese Lerneinheit behandelt die Elektronenpaarbindung (kovalente Bindung) — die zweite grundlegende Bindungsart neben der Ionenbindung, die typischerweise zwischen zwei Nichtmetallatomen auftritt. Statt Elektronen vollständig zu übertragen, teilen sich die beteiligten Atome ein oder mehrere Elektronenpaare, wodurch beide Bindungspartner eine stabile Elektronenkonfiguration (meist die Oktettregel) erreichen. Anhand einfacher Moleküle wie Wasser (H₂O), Kohlenstoffdioxid (CO₂) und Ammoniak (NH₃) wird gezeigt, wie sich aus der Zahl der Bindungen und der freien Elektronenpaare am Zentralatom die räumliche Molekülgeometrie ergibt: CO₂ ist linear, da am Kohlenstoff keine freien Elektronenpaare vorhanden sind, während NH₃ aufgrund eines freien Elektronenpaars am Stickstoff eine trigonal-pyramidale Form annimmt. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Polarität von Bindungen: Unterscheidet sich die Elektronegativität der beteiligten Atome, entsteht eine polare Bindung mit einer Partialladung; sind beide Atome identisch (wie in H₂), bleibt die Bindung unpolar. Aus der Kombination von Molekülgeometrie und Bindungspolarität lässt sich ableiten, ob ein Molekül insgesamt ein Dipol ist — bei Wasser und Ammoniak ist das der Fall, bei symmetrischem Methan (CH₄) heben sich die einzelnen Bindungspolaritäten dagegen gegenseitig auf. Dieses Verständnis ist die Grundlage für spätere Themen wie Löslichkeit und zwischenmolekulare Kräfte, die in weiterführenden Lerneinheiten dieser Sammlung behandelt werden.
Gemäß dem VSEPR-Modell führt das Fehlen freier Elektronenpaare am zentralen Kohlenstoffatom von CO₂ zu einer linearen Anordnung; aufgrund des freien Elektronenpaars am Stickstoffatom ist die Geometrie von Ammoniak dagegen trigonal-pyramidal.
Was ist das Hauptmerkmal einer kovalenten Bindung (Elektronenpaarbindung)?
Das Teilen von Elektronenpaaren zwischen Atomen
Eine kovalente Bindung entsteht, wenn sich Atome Elektronen teilen, um eine stabile Edelgaskonfiguration zu erreichen. Ionenbindungen basieren hingegen auf Elektronenübertragung.
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