Ein Übungsgespräch von etwa zehn Minuten im Aufbau des mündlichen B1-Teils, mit dem Schwerpunkt Alltag und Gesundheit.
Teil 1 — über sich sprechen. Vorstellung mit Name, Herkunft, Aufenthaltsdauer und Tagesablauf, dann zwei Nachfragen: was Sie zur Erholung tun und wie Sie gesund bleiben. Die zweite Frage zielt auf Ihre eigenen Gewohnheiten — allgemeine Ratschläge, was man tun sollte, sind hier keine Antwort.
Teil 2 — erzählen und vergleichen. Sie berichten von Ihrem letzten Arztbesuch: warum Sie hingegangen sind, wie der Termin ablief und was danach anders war. Das verlangt eine zusammenhängende Erzählung in der Vergangenheit mit drei Schritten — und der letzte, das Ergebnis, ist der, den die meisten weglassen. Wer nicht über die eigene Gesundheit sprechen möchte, darf die Einzelheiten erfinden: Geprüft wird die Sprache, nicht die Krankengeschichte. Danach vergleichen Sie den Arztbesuch in Ihrem Herkunftsland mit dem in Deutschland.
Teil 3 — gemeinsam planen. Ihr Gegenüber wird jetzt Ihre Mitlernerin aus dem Deutschkurs: Die Gruppe möchte am Kursende einen Ausflug machen, und Sie beide organisieren ihn. Sie schlagen ein Ziel und einen Weg vor — und bekommen einen Gegenvorschlag: etwas Näheres, weil der Zug für manche zu teuer ist, und lieber ein Samstag, weil einige arbeiten. Auf beides müssen Sie eingehen, und es muss geklärt werden, wer in der Gruppe nachfragt.
In der echten Prüfung sprechen Sie in diesem Teil mit Ihrem Partner, nicht mit den Prüfenden — und wer nur den eigenen Plan vorträgt, hat die Aufgabe nicht bewältigt.
Sie antworten mit der Stimme oder über die Tastatur. Ihr Gegenüber hakt nach, wenn ein Schritt fehlt, und korrigiert höchstens einen sprachlichen Fehler pro Antwort. Am Schluss bekommen Sie eine kurze Rückmeldung.
Was hier nicht bewertet werden kann: Aussprache und Flüssigkeit — beim Gegenüber kommt Text an, kein Ton.
Die Gesprächsvorlage ist ein Original, für dieses Training geschrieben.
Aus dem Gesprächsskript, Teil 3: „Unsere Gruppe möchte am Ende des Kurses einen gemeinsamen Ausflug machen, und wir beide organisieren ihn. Machen Sie bitte den ersten Vorschlag: Wohin fahren wir, und wie kommen wir hin?“ — und der Gegenvorschlag: „Mit dem Zug wird es für manche in der Gruppe zu teuer, deshalb wäre mir etwas in der Nähe lieber.“
Teil 1. Stellen Sie sich bitte vor: Ihr Name, Ihr Herkunftsland, wie lange Sie schon in Deutschland leben und wie Ihr Tag normalerweise aussieht.
ZUERST KORRIGIEREN: Enthält die Antwort des Kandidaten einen sprachlichen Fehler, nennen Sie genau einen — die falsche Form und die richtige, in einem kurzen Satz wie ‚Kleine Korrektur: man sagt „seit drei Jahren“.‘ — und sprechen Sie dann normal weiter. Höchstens eine Korrektur pro Antwortrunde, nie mehr. DANACH INHALT: Erwartet sind fünf bis acht einfache Sätze, die alle vier Punkte abdecken; fehlt ein Punkt, gezielt danach fragen. Dauerhaft gilt: in kurzen Sätzen und alltagsnahem Wortschatz sprechen, immer nur eine Frage auf einmal.
Der Prüfer prüft, ob sich der Kandidat vollständig und geordnet vorstellen und dabei seinen Tagesablauf in ganzen Sätzen schildern kann.