Deutsch B1 für die Einbürgerung

Vorbereitung auf den Sprachnachweis B1 — das Niveau, das für die Einbürgerung und für die Niederlassungserlaubnis verlangt wird. Lesen, Schreiben und Sprechen; alle Texte und Aufgaben sind eigens für dieses Training geschrieben.

B1 — LeseverstehenWohnen — Wohnungsanzeige und MietbedingungenGesundheit — Brief der KrankenkasseArbeit — Aushang im BetriebSchule und Familie — Elternbrief zur KlassenfahrtBehörden — Merkblatt zum Termin bei der Einbürgerungsbehörde
B1 — SchreibenSchreiben B1 — Wohnen und NachbarschaftSchreiben B1 — ArbeitSchreiben B1 — Gesundheit und AlltagSchreiben B1 — Behörden und öffentliches Leben
B1 — SprechenSprechen B1 — Wohnen und NachbarschaftSprechen B1 — Arbeit und KollegiumSprechen B1 — Gesundheit und Alltag

Warum B1 — und warum nicht mehr

Das Staatsangehörigkeitsgesetz verlangt für die Einbürgerung, dass man „die Anforderungen einer Sprachprüfung der Stufe B 1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen erfüllt" (§ 10 Absatz 4 StAG). Dieselbe Stufe steht hinter den „ausreichenden Kenntnissen der deutschen Sprache", die das Aufenthaltsgesetz für die Niederlassungserlaubnis fordert — § 9 Absatz 2 Nummer 7 in Verbindung mit § 2 Absatz 11 AufenthG, wo B1 ausdrücklich genannt ist.

Daraus folgt etwas, das viele überrascht: ein einziges B1-Zertifikat deckt beide Verfahren ab. Wer es für die Niederlassungserlaubnis erworben hat, braucht für die Einbürgerung kein zweites. Und ein höheres Niveau bringt für die Einbürgerung keinen Vorteil mehr: Die beschleunigte Einbürgerung nach drei Jahren, für die C1 verlangt wurde, wurde zum 30. Oktober 2025 abgeschafft.

Anerkannt werden unter anderem der Deutsch-Test für Zuwanderer mit dem Ergebnis B1, das Goethe-Zertifikat B1, telc Deutsch B1 und das ÖSD-Zertifikat B1; ein deutscher Schulabschluss wird ebenfalls anerkannt. Welchen Nachweis Ihre Behörde im Einzelfall annimmt, klären Sie dort. Diese Seite ist eine Lernhilfe und keine Rechtsauskunft.

Sprache und Einbürgerungstest sind zwei verschiedene Nachweise

Das ist die häufigste Verwechslung, und sie kostet Zeit: Das Zertifikat über den bestandenen Einbürgerungstest ist kein Sprachnachweis, und das B1-Zertifikat ersetzt den Einbürgerungstest nicht. Beide werden getrennt verlangt.

Für den Test selbst gibt es auf Zestly einen eigenen Bereich mit dem vollständigen amtlichen Fragenkatalog. Hier geht es ausschließlich um die Sprache.

Wie die Prüfung aufgebaut ist

Der Deutsch-Test für Zuwanderer, den die meisten am Ende eines Integrationskurses ablegen, prüft vier Fertigkeiten: Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen.

Zwei Eigenheiten sind für die Vorbereitung wichtiger als alles andere:

  1. Hören und Lesen werden zusammen gewertet. Aus beiden Teilen entsteht eine gemeinsame Punktzahl, und erst ab einer bestimmten Schwelle wird B1 statt A2 bescheinigt. Die beiden Teile lassen sich also nicht gegeneinander ausspielen.
  2. Schreiben und Sprechen werden nach Kriterien bewertet, nicht nach Punkten für richtige Wörter: Inhalt, kommunikative Gestaltung, Ausdruck und Korrektheit. Ein Text, der zwei von vier vorgegebenen Punkten auslässt oder zwischen „du" und „Sie" wechselt, fällt dort ab — auch wenn der Wortschatz stimmt.

Was dieser Bereich enthält

Drei der vier Fertigkeiten, mit fünfzehn Materialien:

Ein roter Faden verbindet die Bereiche: Im Leseteil lesen Sie ein Merkblatt der Einbürgerungsbehörde — im Schreibteil antworten Sie darauf.

⚠️ Das Hörverstehen ist hier nicht abgedeckt

Zestly kann keine Hörverstehensaufgaben anbieten: In einer Quizfrage gibt es keinen Ton. Bei der deutschen Prüfung wiegt das schwerer als anderswo, weil Hören und Lesen gemeinsam gewertet werden — Sie können den Hörteil weder auslassen noch durch einen starken Leseteil vollständig ausgleichen.

Zwei weitere Kriterien fehlen aus demselben Grund im mündlichen Teil: Aussprache und Flüssigkeit werden nicht bewertet, weil beim Gegenüber Text ankommt und kein Ton.

Nutzen Sie dafür Material mit Ton: Radio und Podcasts in einfacher Sprache, die kostenlosen Übungssätze der Prüfungsanbieter, einen Kurs, einen Gesprächspartner. Wir schreiben das hier und nicht ins Kleingedruckte, weil es sonst am ersten Übungstag auffällt.

Woher die Texte kommen

Alle Texte, Fragen und Aufgaben sind eigens für dieses Training geschrieben. Es wird kein Material offizieller Prüfungsanbieter wiedergegeben — weder Modell- oder Übungssätze noch Wortlisten. Übernommen wurde ausschließlich das veröffentlichte Format: welche Textsorten vorkommen, wie viele Aufgaben es gibt, nach welchen Kriterien bewertet wird.

Die Personen, Orte, Firmen und Behörden in den Texten sind erfunden. Preise, Fristen und Termine darin sind Übungsdaten und keine Auskunft über die Wirklichkeit; Gebühren und Bearbeitungszeiten werden bewusst nirgends behauptet.

Zestly ist ein unabhängiges Lernangebot: nicht verbunden mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, dem Goethe-Institut, der telc gGmbH oder der Gesellschaft für Akademische Studienvorbereitung und Testentwicklung, kein Prüfungszentrum und keine Stelle, die Zertifikate ausstellt.

Offizielle Quellen