Zwischen 1720 und 1830 durchlief die deutsche Literatur vier eng miteinander verwobene Epochen, deren Abfolge und zentrale Ideen zum Grundwissen jeder literaturgeschichtlichen Einordnung gehören. Diese Lektion vermittelt den chronologischen und inhaltlichen Überblick über Aufklärung, Sturm und Drang, Weimarer Klassik und Romantik, ohne sich auf ein einzelnes Werk zu stützen — als Orientierungsrahmen, bevor man sich der Detailanalyse einzelner Texte widmet, wie sie an anderer Stelle in dieser Sammlung zu Goethes "Faust" und Schillers "Der Handschuh" folgt.
Im Zentrum steht Immanuel Kants berühmte Definition der Aufklärung als "Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit" sowie die Gegenbewegung des Sturm und Drang mit seiner Betonung von Genie, Subjektivität und Rebellion gegen gesellschaftliche Konventionen. Die Weimarer Klassik um Goethe und Schiller wird als Streben nach einem harmonischen Ausgleich zwischen Vernunft und Gefühl, orientiert an antiken Idealen, eingeordnet — eine bewusste Reaktion auf die Emotionalität des Sturm und Drang. Die Romantik schließlich wird als Gegenbewegung zur Klassik verstanden, mit ihrer Vorliebe für das Irrationale, die Sehnsucht und die Idealisierung des Mittelalters.
Gotthold Ephraim Lessing erhält als zentraler Vertreter der Aufklärung, insbesondere durch sein Eintreten für religiöse Toleranz in "Nathan der Weise", eine eigene Aufgabe. Die acht Fragen prüfen sowohl Faktenwissen als auch das Verständnis der historischen Abfolge und der inhaltlichen Beziehungen zwischen den Epochen.
Acht Übungsfragen zum Epochenüberblick von der Aufklärung bis zur Romantik (ca. 1720-1830) — zentrale Ideen, Vertreter und historische Einordnung, ohne wörtliche Werkzitate.
Welches zentrale Ziel verfolgte die Aufklärung im 18. Jahrhundert?
Die Befreiung des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit durch Vernunft
Die Aufklärung forderte den Gebrauch des eigenen Verstandes, um sich aus der Unmündigkeit zu befreien, wie es Immanuel Kant prägte.
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