Die Fähigkeit, einen Satz in seine grammatischen Bestandteile zu zerlegen, ist die Grundlage für praktisch jede weiterführende Sprachanalyse — von der Kommasetzung über die Stilanalyse bis zur Textinterpretation. Diese Lektion übt die Bestimmung der klassischen Satzglieder (Subjekt, Prädikat, Akkusativ-, Dativ- und Genitivobjekt, Adverbialbestimmungen, Attribute) an vollständigen Beispielsätzen und schärft zugleich den Blick für Grenzfälle, die im Unterricht oft zu Verwirrung führen.
Besonders die Abgrenzung zwischen Objekt und Adverbialbestimmung, zwischen Präposition und Adverb (am Beispiel von "um ... herum") sowie die Doppelfunktion mancher Wörter als Attribut oder Adverbiale je nach Satzstellung ("schnell laufen" vs. "der schnelle Läufer") stehen im Fokus. Auch das im modernen Deutsch seltener werdende, aber prüfungsrelevante Genitivobjekt (bei Verben wie "bedürfen" oder "sich erinnern") wird behandelt.
Wer Satzglieder sicher erkennt, kann nicht nur grammatisch korrekt formulieren, sondern versteht auch, warum ein Satz auf eine bestimmte Weise wirkt — eine Fähigkeit, die in der Stilanalyse und in der Erörterung, die an anderer Stelle in dieser Sammlung geübt werden, unmittelbar zum Tragen kommt. Die acht Aufgaben sind bewusst an konkreten, alltagsnahen Sätzen aufgebaut, nicht an isolierten Regeldefinitionen.
Acht Übungsfragen zur Bestimmung von Satzgliedern und Wortarten an konkreten Beispielsätzen — orientiert an den KMK-Bildungsstandards Deutsch für den Mittleren Schulabschluss.
Welches Satzglied ist im folgenden Satz unterstrichen? 'Der fleißige Schüler liest das spannende Buch in der Bibliothek.' (Unterstrichen: 'das spannende Buch')
Akkusativobjekt
Das Satzglied 'das spannende Buch' antwortet auf die Frage 'Wen oder was liest der Schüler?'. Dies ist die klassische Frage nach dem Akkusativobjekt.
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