Wortbildung ist das Handwerkszeug, mit dem die deutsche Sprache aus einem vergleichsweise kleinen Bestand an Wortstämmen einen riesigen Wortschatz erzeugt — und das Verständnis dieser Mechanismen hilft nicht nur beim Erkennen von Bedeutungen unbekannter Wörter, sondern auch beim korrekten Schreiben. Diese Lektion übt die vier zentralen Wortbildungsarten: Präfigierung (Voranstellung wie "ab-" oder "un-"), Suffigierung (Anhängung wie "-er" oder "-heit"), Komposition (Zusammensetzung wie "Haustür") und die Zugehörigkeit zu einer gemeinsamen Wortfamilie.
Die acht Aufgaben arbeiten an konkreten, alltäglichen Beispielwörtern: von der Bildung des Gegenteils bei Verben und Adjektiven über die Ableitung von Personenbezeichnungen ("fahren" → "Fahrer") bis zur Zerlegung von Komposita in ihre Bestandteile. Ein eigener Themenblock behandelt Fugenelemente — die verbindenden Laute zwischen den Teilen eines Kompositums wie das "-s-" in "Geburtstag" — sowie die -ung-Nominalisierung von Verben, bei der auch weniger offensichtliche Fälle wie "Wohnung" (von "wohnen") als reguläre Bildung erkannt werden.
Wer Wortbildungsmuster durchschaut, entwickelt zugleich ein Gespür für die Wortfamilie eines Begriffs — hilfreich sowohl für die Rechtschreibung (verwandte Wörter helfen bei der Ableitung schwieriger Schreibweisen) als auch für den Wortschatzaufbau in Fremdsprachen und Fachtexten.
Acht Übungsfragen zu Präfixen, Suffixen, Komposita und Wortfamilien an konkreten Beispielwörtern — orientiert an den KMK-Bildungsstandards Deutsch für den Mittleren Schulabschluss.
Welches Präfix wird verwendet, um bei dem Verb 'bauen' das Gegenteil auszudrücken?
Ab-
Das Präfix 'ab-' bei 'abbauen' beschreibt den Vorgang des Rückbaus oder der Verringerung, was das semantische Gegenteil zum Aufbauen oder Bauen im Sinne von Erschaffen darstellt.
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