Rhetorische Mittel zu erkennen und zu benennen ist eine Kernkompetenz jeder Textanalyse — ob es um ein Gedicht, einen Zeitungskommentar oder eine Werbeanzeige geht. Diese Lektion übt die acht wichtigsten Stilmittel, die im Deutschunterricht der Sekundarstufe I regelmäßig geprüft werden: Metapher und Vergleich (mit und ohne Vergleichswort "wie"), Personifikation, Anapher (Wortwiederholung am Satzanfang), Alliteration, Hyperbel, Ellipse und rhetorische Frage.
Jede Aufgabe stellt einen eigens verfassten Beispielsatz vor, an dem das jeweilige Mittel identifiziert werden muss — bewusst nicht aus einem geschützten literarischen Werk entnommen, sondern frei formuliert, um die Erkennungsfähigkeit unabhängig von Vorwissen über ein bestimmtes Werk zu trainieren. Besonderer Wert wird auf die Abgrenzung ähnlicher Mittel gelegt: Metapher ohne Vergleichswort versus Vergleich mit "wie", oder Ellipse als bewusste Auslassung versus einfache Kürze.
Wer diese Mittel sicher erkennt, ist nicht nur für die Analyse fremder Texte gerüstet, sondern kann sie auch gezielt in eigenen Texten einsetzen — etwa in der Erörterung oder in kreativen Schreibaufgaben. Die hier geübte Fähigkeit bildet zugleich die Grundlage für die vertiefte Gedicht- und Balladenanalyse an konkreten Werken von Heine, Goethe und Schiller, die an anderer Stelle in dieser Sammlung folgt.
Acht Übungsfragen zu rhetorischen Mitteln (Metapher, Anapher, Alliteration, Personifikation, Vergleich, Hyperbel, Ellipse, rhetorische Frage) an eigens verfassten Beispielsätzen — orientiert an den KMK-Bildungsstandards Deutsch für den Mittleren Schulabschluss.
Welches rhetorische Mittel liegt in dem Satz 'Die Sonne lacht heute vom Himmel und streichelt unsere Gesichter' vor?
Personifikation
Die Sonne wird hier mit menschlichen Handlungen (lachen, streicheln) vermenschlicht, was eine Personifikation darstellt.
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