Diese Lektion behandelt die Ereignisse der Friedlichen Revolution 1989, die zum Ende der SED-Herrschaft und zum Fall der Berliner Mauer führten. Ausgangspunkt ist die Öffnung des Grenzzauns zwischen Ungarn und Österreich im Mai 1989, die zum entscheidenden Katalysator für die Massenflucht von DDR-Bürgern über die ungarische Grenze im Sommer 1989 wurde. Parallel dazu wurde die Ständige Vertretung der Bundesrepublik in Prag im Spätsommer 1989 zum Zufluchtsort für ausreisewillige DDR-Bürger. Die Lektion analysiert die Montagsdemonstrationen in Leipzig, deren zentrale Forderungen nach Reisefreiheit und demokratischen Reformen sich mit Beginn im September 1989 stetig ausweiteten, sowie die Rolle des im September 1989 gegründeten "Neuen Forums" als erste bedeutende, überregionale Oppositionsplattform, die einen gesellschaftlichen Dialog und die Demokratisierung der DDR anstrebte. Behandelt wird zudem die Bedeutung von Michail Gorbatschows Reformpolitik und der Abkehr von der Breschnew-Doktrin, die der SED-Führung die militärische Rückendeckung durch die Sowjetunion entzog. Den Höhepunkt bildet die Pressekonferenz von Günter Schabowski am 9. November 1989, deren missverständliche Ankündigung neuer Reiseregelungen die Menschen unmittelbar zu den Grenzübergängen drängte und zur Öffnung der Berliner Mauer noch am selben Abend führte.
Die missverständliche Ankündigung neuer Reiseregelungen durch Günter Schabowski auf einer Pressekonferenz am 9. November 1989 löste einen spontanen Andrang an den Grenzübergängen aus, der noch am selben Abend zur Öffnung der Berliner Mauer führte.
Welches Ereignis gilt als der entscheidende Katalysator für die Massenflucht von DDR-Bürgern über die ungarische Grenze im Sommer 1989?
Die Öffnung des Grenzzauns zwischen Ungarn und Österreich
Die Öffnung des Grenzzauns durch Ungarn im Mai 1989 und die anschließende Demontage ab Juni schufen das erste reale Schlupfloch in den Eisernen Vorhang, was die Ausreisewelle massiv beschleunigte.
Dieses Quiz ausprobieren →Diese Prüfung ablegen →Diese Karteikarten üben →