Widerstand gegen den Nationalsozialismus

Diese Lektion gibt einen differenzierten Überblick über die verschiedenen Formen des Widerstands gegen das nationalsozialistische Regime zwischen 1933 und 1945. Behandelt wird zunächst der kommunistische Widerstand, dessen Strukturen nach 1933 durch die Gestapo stark geschwächt wurden und der sich daher zunehmend in kleine, konspirative Zellen zurückzog, sowie der sozialdemokratische Widerstand, der sich im Exil über die SOPADE organisierte und im Inland illegale Informationsnetzwerke aufrechterhielt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem kirchlichen Widerstand — insbesondere der Bekennenden Kirche, die sich gegen die Gleichschaltung der Kirche und für die inhaltliche Unabhängigkeit kirchlicher Lehre einsetzte — sowie dem studentischen Widerstand der "Weißen Rose", deren Flugblätter primär auf die moralische Aufklärung und den Appell an das Gewissen der Bevölkerung abzielten. Die Lektion analysiert zudem den militärischen Widerstand, dessen langes Zögern vor allem durch den persönlichen Fahneneid der Offiziere auf Hitler sowie die Sorge vor Bürgerkrieg oder militärischer Niederlage erklärt wird, mit dem Attentat vom 20. Juli 1944 als zentralem Höhepunkt und dem "Kreisauer Kreis" als intellektuellem Zusammenschluss zur Planung einer Nachkriegsordnung. Abschließend wird die "Rote Kapelle" als heterogenes Netzwerk mit Kontakten zum sowjetischen Geheimdienst sowie die massive Verfolgungswelle nach dem gescheiterten Attentat vom Juli 1944 thematisiert.

  • Die unterschiedlichen Formen des Widerstands (kommunistisch, sozialdemokratisch, kirchlich, militärisch, studentisch) unterscheiden können
  • Die Ziele und Methoden der 'Weißen Rose' beschreiben können
  • Die Rolle der Bekennenden Kirche im kirchlichen Widerstand erklären können
  • Die Gründe für das lange Zögern des militärischen Widerstands analysieren können
  • Die Bedeutung und die Folgen des Attentats vom 20. Juli 1944 einordnen können

Die studentische Widerstandsgruppe 'Weiße Rose' verbreitete zwischen 1942 und 1943 Flugblätter, die primär auf die moralische Aufklärung der Bevölkerung und einen Appell an das Gewissen zielten, nicht auf eine unmittelbare organisatorische Umsturzplanung.

Beispielfrage

Welches primäre Ziel verfolgte die Widerstandsgruppe 'Weiße Rose' bei der Veröffentlichung ihrer Flugblätter?

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Die moralische Mobilisierung der Bevölkerung gegen das NS-Regime

Die Weiße Rose zielte primär auf die geistige und moralische Erweckung der Bevölkerung ab, um den passiven Widerstand gegen die NS-Diktatur zu fördern, statt auf militärische oder parteipolitische Aktionen.

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