Diese Lektion untersucht die Wirtschaftspolitik des nationalsozialistischen Deutschlands zwischen 1933 und Kriegsbeginn. Behandelt werden zunächst die Arbeitsbeschaffungsprogramme der Jahre 1933 bis 1935 — allen voran der Autobahnbau und diverse öffentliche Bauprojekte — die maßgeblich zum Rückgang der Massenarbeitslosigkeit beitrugen. Ab 1936 verschob sich der wirtschaftspolitische Schwerpunkt unter dem Vierjahresplan von Hermann Göring hin zur systematischen Kriegsvorbereitung und dem Ziel der Autarkie, der wirtschaftlichen Unabhängigkeit von internationalen Märkten. Die Lektion erläutert die zentrale ökonomische Problematik dieser forcierten Aufrüstung: schwere Devisenknappheit und inflationärer Druck durch die zunehmende Defizitfinanzierung, unter anderem über die sogenannten "Mefo-Wechsel" — ein Finanzierungsinstrument, das dem Staat erlaubte, die Aufrüstung zu finanzieren, ohne die tatsächliche Verschuldung im offiziellen Haushalt sichtbar zu machen. Weitere Themen sind die Zerschlagung der unabhängigen Gewerkschaften zugunsten der staatlich kontrollierten Deutschen Arbeitsfront, die "Reichswerke Hermann Göring" als staatlicher Großkonzern zur Sicherung der Rüstungsproduktion, der "Reichsnährstand" zur Regulierung der landwirtschaftlichen Erzeugung sowie die "Arisierung" — die erzwungene Verdrängung jüdischer Menschen aus dem Wirtschaftsleben und die Enteignung ihres Vermögens. Die Lektion macht damit deutlich, dass die NS-Wirtschaftspolitik von Beginn an eng mit der ideologischen Zielsetzung des Regimes verknüpft war.
Der 1936 verkündete Vierjahresplan unter Hermann Görings Leitung zielte darauf ab, die deutsche Wirtschaft binnen vier Jahren kriegsfähig und weitgehend unabhängig von Rohstoffimporten zu machen — finanziert unter anderem über die 'Mefo-Wechsel', die die tatsächliche Verschuldung des Staates im offiziellen Haushalt verschleierten.
Welches primäre Ziel verfolgte der 'Vierjahresplan' von 1936 unter der Leitung von Hermann Göring?
Die Kriegsfähigkeit der Wehrmacht und die Autarkie der deutschen Wirtschaft innerhalb von vier Jahren
Der Vierjahresplan zielte darauf ab, die deutsche Wirtschaft durch Autarkie (Unabhängigkeit von Importen) und forcierte Rüstung innerhalb von vier Jahren kriegsfähig zu machen.
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